rasant aber vorsichtig


Reifenpanne

Ein Reifenschaden trifft den Autofahrer meist dort, wo er ihn überhaupt nicht gebrauchen kann: In einer Autobahnbaustelle, in einer Unterführung oder an anderer höchst unpassender Stelle. Da beim Radwechsel naturgemäß Eile geboten ist, müssen also alle Handgriffe sitzen. Genau wie Rallye-Fahrer sollten Sie daher den Radwechsel zumindest einmal geübt haben: Wo befindet sich der Wagenheber? Reicht das Bordwerkzeug überhaupt aus? Sie werden in der Regel feststellen, daß man mit den serienmäßigen Schlüsseln Probleme beim Öffnen der Radmuttern hat: Sie rutschen ab oder verfügen über eine zu geringe Hebelwirkung. Es empfiehlt sich also unbedingt, ein solides Radkreuz im Kofferraum unterzubringen. Damit haben Sie dann auch gegen festgerostete Muttern eine Chance. Drücken Sie das Radkreuz stets mit dem rechten Fuß nach unten, und ziehen Sie mit beiden Händen nach oben. Bocken Sie das Auto erst nach dem Lockern der Muttern hoch.
Die Radbolzen sind übrigens eine relativ empfindliche Angelegenheit: Eine nicht richtig eingestellte Spur, das heißt, wenn beispielweise die Vorderräder 'auseinanderlaufen', belastet die Bolzen so stark, daß sie sogar abbrechen können. Falls sie einmal im Graben gelandet sind, lassen Sie also auch die Radbolzen überprüfen. Aber auch natürlicher Verschleiß setzt der Lebensdauer der Bolzen Grenzen: Bei Rallyes stellen wir immer wieder fest, daß die Gewinde nach häufigem Radwechsel 'butterweich' werden. Falls Sie den Radwechsel trainieren wollen, hier ein paar Anhaltswerte: Fünf Minuten sind für einen normalen Autofahrer schon ganz gut, ein Rallyefahrer sollte die Übung in etwa eineinhalb Minuten absolvieren. Dabei hat der Beifahrer die Handschuhe aber schon beim Abbremsen an...

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Wenn der Auspuff defekt ist

Entgegen der landläufigen Meinung ist ein fehlerhafter Schalldämpfer nicht nur mit Geräusch, sondern auch mit Vergiftungsgefahr verbunden. Die giftigen Abgase treten schließlich an einer anderen als an der vorgesehenen Stelle aus. Dadurch können die gefährlichen Dämpfe aber ins Wageninnere gelangen. Die Wirkung des geruchlosen Kohlen-Monoxids kann ja sogar tödlich sein. Zum Glück enthalten die verbrannten Auto-Gase noch andere, nicht geruchlose Bestandteile. Sie bemerken die Gift-Einwirkung in aller Regel also rechtzeitig mit der Nase. Außerdem läßt natürlich das veränderte Auspuff-Geräusch auf drohendes Unheil schließen. Wie aber geraten die Dämpfe ins Wageninnere? Ganz einfach: Bei geschlossener Belüftung entsteht im Passagier-Raum zumeist ein Unterdruck. Sämtliche Gase, die irgendwo um die Karosserie herum austreten, werden also automatisch ins Innere gesaugt: durch defekte Fenstergummis, den Kofferraum oder die Entlüftung. Bei Kombi-Fahrzeugen, deren Heckklappe nicht richtig schließt, kann es sogar trotz einer einwandfreien Auspuffanlage zu solchen Erscheinungen kommen. Das ist mir selbst schon einmal bei der East-African-Safari-Rallye passiert: Meinem Beifahrer war es daraufhin tagelang schlecht. Was kann man dagegen tun? Nun - als Sofortmaßnahme gibt es einen einfachen Tip: Halten Sie die Fenster fest geschlossen, und lassen Sie das Gebläse auf vollen Touren laufen. Dadurch entsteht im Passagierabteil ein Überdruck, der den Auspuffqualm nach außen wegdrückt. Falls Sie nun nicht sofort eine Werkstatt anlaufen können, die den Schaden behebt - etwa im Urlaub, weitab jeder Zivilisation -, empfiehlt es sich, den Schalldämpfer provisorisch   abzudichten. Für diesen Zweck gibt es an den meisten Tankstellen, im Zubehörhandel und in Autoabteilungen von Kaufhäusern entsprechende Klebemittel. Die Dichtmasse wird in Wasser gelöst und auf den Auspuff aufgetragen. Wird das Blech nun heiß, entsteht eine feste keramikartige Verschalung, die sicherlich ein paar Tage, oft sogar länger hält. In Rallyes greifen wir oft zu einem solchen Notbehelf: Ein defekter Auspuff kostet nämlich auch abseits des Straßenverkehrs Strafpunkte.

Kunststoff im Vormarsch

Seit Borgwards "Leukoplastbombern" hat Plastik im Automobilbau einen angekratzten Ruf. Hostalen von Hoechst hat damit nichts mehr gemein. Selbst Mercedes will nicht darauf verzichten: Die Scheinwerfergehäuse werden aus talkumverstärktem Hostalen PP hergestellt, und seither gehören verrostete Scheinwerfereinsätze der Vergangenheit an. Fiat hat den gefürchteten Rost, der erheblichen Umsatz kostete, unter anderem mit Radkastenauskleidungen aus Hostalen erfolgreich bekämpft. Selbst die Nobelmarke Jaguar, sonst bekannt für edel polierte Holz-Armaturenbretter, verzichtet zugunsten von innerer Sicherheit und Fertigungsqualität auf Schreinerarbeiten und greift zum bewährten Kunststoff. Je nach Größe sind heute im Auto 35 bis 85 Kilo Kunststoff verarbeitet, meistens zu Kleinteilen, die bei anderer Bauweise vielfach teurer und auch reparaturanfälliger wären. Denn Verschleiß gibt es bei Kunststoff kaum.

Probleme mit der Zündung

Eine der häufigsten Alltags-Störungen: eine Zündung, die den Geist aufgibt. Das wichtigste bei der Störungssuche: Fummeln Sie nicht wahllos, sondern gehen Sie mit System vor. Hierfür die Grundvoraussetzung: Lassen Sie sich bei Ihrem nächsten Werkstatt-Besuch zeigen, wo bei. Ihrem Wagen Zündspule, Verteiler, Zündkabel und Benzinleitungen angebracht sind. Bleiben Sie nun einmal ohne ersichtlichen oder hörbaren Grund liegen, ist die Fehlersuche oft kein Problem mehr. Zunächst einmal sollten Sie möglichst nahe am Vergaser die Benzinleitung abziehen. Starten Sie dann den Motor und beobachten Sie, ob Treibstoff gefördert wird. Aber: Vorsicht wegen der Brandgefahr. Kommt kein Sprit zum Vorschein, ist die Benzinpumpe defekt. Ein paar leichte Schläge mit dem Schraubenzieher gegen das Pumpengehäuse können hier oft bis zur nächsten Werkstatt Abhilfe schaffen. Wird aber genügend Benzin gefördert, muß der Defekt an der Zündung, dem Vergaser oder der Einspritzung liegen. Von den beiden letzteren sollte der Laie die Finger lassen. Überprüfen Sie also zunächst die Zündanlage. Der erste Schritt: Ziehen Sie das Kabel oben an der Zündspule ab und legen Sie es an die Karosserie. Starten Sie den Motor und beobachten Sie, ob Funken entstehen. Aber: Vorsicht, Hochspannung! Passiert nichts, liegt der Fehler an der Spule selbst oder an der Zuleitung vom Zündschloß her. Falls es 'funkt', ist bis dorthin alles in Ordnung, und Sie schreiten zur nächsten Tat. Schrauben Sie die Kerzen heraus. Sie sind trocken und hellgrau? Dann ist auch hier alles o.k. Stecken Sie jetzt jede Kerze nacheinander in den dazugehörigen Stecker und starten Sie erneut den Motor. Achtung wieder: Vorsicht, Hochspannung! Alle Kerzen sprühen Funken? Dann liegt es vermutlich doch an Einspritzung oder Vergaser. Eine oder mehrere Kerzen sind 'tot'? Jetzt muß der Defekt also zwischen Zündspule und Kerze wüten. Überprüfen Sie Kabel, Verteilerkappe und Kerzenstecker. Schwarze Linien deuten auf elektrische Durchschläge hin. Abisolieren und Kriech-Spray können hier oft helfen. Der Verteilerfinger ist o.k.? Klemmen Sie nun den Unterbrecherkontakt vorsichtig mit dem Schraubenzieher auseinander und reinigen Sie die Kontaktplatten mit einem Stück Papier. Damit haben Sie dann die letzte Erste-Hilfe-Maßnahme ergriffen. Oft dürften Sie den Fehler aber schon vorher beseitigt haben.

Richtiges Abschleppen

Das Problem tritt im Winter verstärkt auf: Ihr Auto springt nicht mehr an, oder Sie bleiben wegen einer feuchten Zündanlage auf offener Strecke liegen. Häufiger als ein Überbrückungskabel und ein wasserverdrängendes Spray ist zumeist ein Abschleppseil zur Hand. Sie haben damit zumindest die Möglichkeit, Ihr Auto anzuschleppen. Außerdem besteht die Möglichkeit, das gestrandete Gefährt bis zur nächsten Tankstelle zu ziehen. Abschleppen will allerdings gelernt sein. Egal, ob Sie ein konventionelles Seil, einen Strick mit einer ausgleichenden Feder oder eine Schleppstange benutzen. Sie wissen sicher, daß Sie das Seil mit der Bremse immer schön strammhalten müssen, damit es nicht bei einem plötzlichen Ruck reißt. Da dies aber nicht immer gelingt, empfiehlt es sich, den Strick diagonal anzubringen. Also beim Zugwagen hinten links und beim geschleppten Auto vorne rechts. Natürlich auch umgekehrt. Das hat folgenden Vorteil: Das Seil hat stets die Tendenz, sich in Fahrtrichtung auszurichten. Dadurch rutschen beide Autos bei einem Ruck leicht nach rechts oder links. Durch diese seitliche Bewegung wird die plötzliche Zugspannung etwas ausgeglichen. Das Abschleppseil muß somit weniger aushalten. Und noch ein Fehler wird häufig gemacht: Nur der Geschleppte sollte seine Warnblinkanlage einschalten. Zur Warnung der Nachfolgenden genügt das. Die Blinkanlage des Zugfahrzeuges aber irritiert und blendet den Mann im Schlepptau - besonders bei Dunkelheit.

Hallo hier ist der Steuermann,

hat mal jemand Feuer, Mann ?

Vielleicht wird ja Rauchen am Steuer auch irgendwann verboten, aber solange gibt es freie Fahrt mit Fluppe im Mundwinkel.

Wie war das damals so mit den Autos ?

Lest selber...


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